BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Rathausecho vom 28.10.2017

Was Kinder und Jugendliche für ihre Entwicklung benötigen, wissen wir recht genau, aber bei den Älteren, den Ruheständlern und Hochbetagten, denen, die Pflege brauchen, aber keine Heimpflege, da herrscht allenthalben Unsicherheit, zumal diese Personengruppen in unterschiedlichsten Konstellationen leben. Dennoch steht fest: wir altern kollektiv. Warendorf altert. Und das will gestaltet werden, will man nicht diskriminieren. Diskriminierungseffekte kommen durch Nichtstun von ganz allein, auch ohne den sprichwörtlichen bösen Willen. Aber wer kümmert sich vor Ort darum? Ein Jugendamt haben wir, ein Seniorenamt nicht. Brauchen wir so etwas?

28.10.17 –

Was Kinder und Jugendliche für ihre Entwicklung benötigen, wissen wir recht genau, aber bei den Älteren, den Ruheständlern und Hochbetagten, denen, die Pflege brauchen, aber keine Heimpflege, da herrscht allenthalben Unsicherheit, zumal diese Personengruppen in unterschiedlichsten Konstellationen leben. Dennoch steht fest: wir altern kollektiv. Warendorf altert. Und das will gestaltet werden, will man nicht diskriminieren. Diskriminierungseffekte kommen durch Nichtstun von ganz allein, auch ohne den sprichwörtlichen bösen Willen. Aber wer kümmert sich vor Ort darum? Ein Jugendamt haben wir, ein Seniorenamt nicht. Brauchen wir so etwas? Mit diesem Namen wohl kaum, aber überparteiliche Experten und Vordenker raten doch dringlich dazu, sich des Alterns anzunehmen. Und weil niemand wirklich weiß wie, gibt es Modellversuche. So etwas lag in der letzten Sozialausschusssitzung auf dem Tisch. Wir hätten es am Beispiel von Freckenhorst in einem Teilbereich mal ausprobieren können. Und eine halbe Mitarbeiterstelle wäre vom Land NRW auch finanziert worden. Nicht gleich für alle Themen, sondern erst einmal für eine „altersgerechte Quartiersentwicklung“. Doch - um das vorweg zu nehmen – der CDU/FDP-Block hat es gleich wieder heruntergefegt. Auch der Hinweis der Verwaltung, dass man in Ahlen klug genug war, den Antrag zu stellen und schon profitiert habe und nur noch eine weitere Kommune im Kreis nachziehen dürfe, er half nicht. CDU und FDP haben es blockiert. Besonders bemerkenswert war dabei die Einlassung der FDP, die wie immer, wenn es um staatliche Leistungen geht, den Beweis führen will, es sei nicht nötig, weil es den Bedarf nicht gebe. So etwas kann nur sagen, wer darauf baut, dass pflegebedürftige Senioren nicht als zuhörende Bürger im Saal sitzen – schon allein, weil sie da mit Gehhilfen oder Rollstühlen gar nicht hineinkommen könnten. Außer bei der FDP ist es eine alte Erkenntnis, dass sich die soziale Not versteckt, aber ebenso alt ist ja unsere Verpflichtung als Politiker, sie dennoch zu sehen und für Wohlfahrt zu sorgen. Wir sind in der Grünen Fraktion dabei zu prüfen, ob wir beantragen, eine Mitarbeiterstelle für Seniorenarbeit in unseren eigenen Haushalt einzustellen. Dann können alle Bürger sehen, ob der Ratsmehrheit die Seniorinnen und Senioren wenigstens einen bescheidenen Einstieg wert sind. Für Freckenhorst ist durch die politische Unvernunft der christliberalen Mehrheit allerdings dieser Zug mit ca. Zwanzigtausend Euro Förderung vorerst abgefahren. Schade.

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