BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Warendorf

Aktuelles

Rathausecho vom 12.03.2022

Der Überfall Putin-Russlands auf die unabhängige Ukraine bewegt die Welt seit zwei Wochen und auch uns alle in der Kreisstadt. So viele Menschen bei der von allen Ratsfraktionen initiierten Mahnwache sowie den Liedern gegen den Krieg zu erleben, war für mich sehr bewegend. Wir werden uns nach dieser Zeitenwende, die uns viele Gewissheiten genommen hat, auf Zumutungen und Bequemlichkeitsverluste einzustellen haben. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit den Schwierigkeiten fertig werden, wenn alle ihren Beitrag leisten und wir zusammenstehen. Unsere Stadt, die sich unlängst zum „Sicheren Hafen“ erklärt hat, wird alle Möglichkeiten nutzen und so weit wie möglich Geflüchtete, nahezu ausnahmslos Frauen und Kinder, aufnehmen. Ich setze ein großes Vertrauen in unser bürgerschaftliches Engagement.

 

Der Überfall Putin-Russlands auf die unabhängige Ukraine bewegt die Welt seit zwei Wochen und auch uns alle in der Kreisstadt. So viele Menschen bei der von allen Ratsfraktionen initiierten Mahnwache sowie den Liedern gegen den Krieg zu erleben, war für mich sehr bewegend. Wir werden uns nach dieser Zeitenwende, die uns viele Gewissheiten genommen hat, auf Zumutungen und Bequemlichkeitsverluste einzustellen haben. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit den Schwierigkeiten fertig werden, wenn alle ihren Beitrag leisten und wir zusammenstehen. Unsere Stadt, die sich unlängst zum „Sicheren Hafen“ erklärt hat, wird alle Möglichkeiten nutzen und so weit wie möglich Geflüchtete, nahezu ausnahmslos Frauen und Kinder, aufnehmen. Ich setze ein großes Vertrauen in unser bürgerschaftliches Engagement.

Urplötzlich ist auch dem Letzten klar geworden, welche Konsequenzen die Jahrzehnte verhinderte Energiewende hat. Anstatt uns mit Zukunftstechnologien autarker zu machen, sind wir von Gas-, Öl- und Kohlelieferungen aus dem Land des Aggressors mehr denn je abhängig. Jede Tankfüllung spült derzeit Geld in die Kriegskasse eines rücksichtslosen Despoten, den geschlossene Verträge, Menschenrechte und das Völkerrecht kalt lassen. Nach Tschetschenien, Georgien und Syrien sind die Ukraine und die Menschen dort nun seine nächsten, aber wohl nicht letzten Opfer.

Jeder in unserer Stadt hat aber die Chance, sich an der überfälligen strategischen Neuausrichtung zu beteiligen. Indem er selbst die Sonnenenergie nutzt - ich sehe viel zu viele leere Dächer in der Stadt - oder einfach nur dadurch, dass er die Raumtemperatur geringfügig verringert bzw. sein Kraftfahrzeug energiesparender fährt. Nichts ist naheliegender als ein mit einem Federstrich einführbares Tempolimit. Derlei Maßnahmen würden die hohen Kostensteigerungen für Energie und Mobilität zumindest erträglicher machen. Vorausschauendes und defensives Fahren eröffnet große Sparpotenziale, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Hierbei gilt es, die Bürgerinnen und Bürger mit geringerem Einkommen, die durch die derzeitige Situation besonders belastet werden, im Blick zu behalten. Ein sozialer Ausgleich ist das Gebot der Stunde.

Auch die Verwaltung und der Rat sind gefordert. Erneuerbare Energien in unserer Stadt müssen endlich auf Touren kommen. Zögerliches und hinhaltendes Verhalten ist nicht mehr zu verantworten. Jede Kilowattstunde aus Windkraft und Solarenergie ist eine Investition in eine friedliche und sichere Zukunft. Fossile Energien, die schon immer in vielen Weltgegenden Grund für Konflikte waren, sind jetzt zur Waffe geworden. Wir können etwas verändern. Ans Werk - nur Mut.