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18.01.2020

Rathausecho vom 18.01.2020

Es gab mal eine Zeit, in der es den Begriff der Barrierefreiheit nicht gab. Viele der behördlichen Einrichtungen der Stadt Warendorf wurden in dieser Zeit gebaut. Mittlerweile ist es aber auch so, dass es bei den meisten Behörden barrierefreie Eingänge gibt. Aber es muss, den in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkten Bürgerinnen und Bürgern auch der Zugang zu den für die Öffentlichkeit bestimmten Räumen gewährt werden. Hierbei meine ich vor allem das historische Rathaus in Warendorf. Denn hier befindet sich im ersten Stock bspw. das Trauzimmer sowie häufig Wanderausstellungen und darüber hinaus im zweiten Stock der Museumsteil. Die Ratsfraktion von Bündnis 90/die Grünen hat sich über einen langen Zeitraum dafür eingesetzt, dass endlich die Barrierefreiheit für alle Räumlichkeiten des Rathauses hergestellt wird. Zu den Haushaltsplanberatungen im Jahr 2018 wurde dann auch dem Antrag der Grünen einstimmig gefolgt, aber leider dauern die Planungen noch an und bis heute ist weder ein Fahrstuhl noch die alternativen Möglichkeiten FlexStep, von der Treppe zur Rampe, Hublift oder eine Hebeplattform nicht eingebaut worden. Weiterhin wurde in der laufenden Wahlperiode von verschiedenen Warendorferinnen und Warendorfern kritisiert, dass es einige Geschäftslokale in der Innenstadt gibt, die für Menschen mit einer Gehbehinderung nicht erreichbar sind, da Treppenstufen ein unüberwindbares Hindernis darstellen können.
Da in diesem Jahr wieder eine Wahl ansteht, ist mir aufgefallen, dass es auch noch Wahllokale gibt, die nicht barrierefrei zugänglich sind.
Hierzu sei gesagt, dass auf Antrag des Schwerbehinderten die Wahl an einem anderen Ort möglich ist. Nichtsdestotrotz sollten Wahllokale für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich sein. In Warendorf ist auch die Beratungsstelle der EUTB (ergänzende unabhängige Teilnahmeberatung) vertreten, wo sich Schwerbehinderte und von der Schwerbehinderung bedrohte Menschen beraten lassen können. Diese vom Bund geförderte Stelle wurde zwar bei ihrer Eröffnung kurz vorgestellt, dann aber nicht mehr erwähnt. Bündnis 90/die Grünen haben vorgebracht, dass sich die Beratungsstelle im entsprechenden Ausschuss noch einmal vorstellen sollte, wie es bereits in anderen Orten des Kreises Warendorf erfolgte.
Fazit ist, dass trotz vieler Fortschritte auch in Warendorf noch einiges getan werden muss. Zum Schluss möchte Bündnis 90/die Grünen an dieser Stelle dem Behindertensport danken, der in Warendorf durch unterschiedliche Gruppen und Vereine vertreten ist, u.a. durch die Herzsportgruppen der Warendorfer Sport Union, den Rollstuhlbasketballern des BBC Münsterland, die eine treue Fangemeinde haben und es lohnt sich ein Spiel von ihnen anzusehen und das Fußballteam der Freckenhorster Werkstätten, die bei den deutschen Meisterschaften den zweiten Platz erreicht haben und zu Recht von der Stadt Warendorf ausgezeichnet worden ist.

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