Aktuelles

23.04.2022

Rathausecho vom 23.04.2022

 

Die Temperaturen steigen. Der Frühling hält Einzug in die Emsstadt. Aber noch immer sind die Corona-Zahlen hoch, auch wenn die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Hinzu kommt die Ukrainekrise und wie zu Beginn der Coronazeit sind in den Geschäften einige leere Stellen in den Regalen zu finden. Auch viele Warendorfer Bürger*innen nehmen besorgt eine Verknappung gerade bei Speiseöl wahr und häufig wird als Begründung aufgeführt, dass durch den Krieg  kein Getreide angepflanzt, geerntet und geliefert werden kann. Doch ganz richtig ist das zu diesem Zeitpunkt nicht. Viele Fachleute bekräftigen, dass noch von keiner Knappheit des Getreides und somit auch von Speiseöl die Rede sein kann. Noch gibt es ausreichend Bevorratung. Der Grund für die leeren Supermarktregale auch bei uns vor Ort ist eine schlagartige erhöhte Nachfrage, die zu einem Engpass von Verpackungsmaterial und Abfüllkapazitäten führt.  Der Grund ist im Moment also schlichtweg, dass aus Bedenken vor Warenmangel, wie seinerzeit beim Toilettenpapier, so genannte Hamsterkäufe stattfinden. Trotz der berichtigten Sorgen wegen des Ukrainekrieges ist hier mehr Besonnenheit gefragt.  

Vielen Bürger*innen sind auch von den hohen Benzinpreisen an den Tankstellen betroffen, die ebenfalls eng mit der Corona-Krise verbunden sind. Es liegt an der gestiegenen Nachfrage nach Rohöl als Folge der Erholung vom Lockdown sowie dem Ukrainekrieg und damit im Zusammenhang die berechtigten Sanktionen gegen Russland. Eine gute Alternative für Kurzstrecken ist hier das Fahrrad. Sei es zum Einkaufen oder für einen Ausflug in die Warendorfer Innenstadt. Allerdings zeigen sich hier die Defizite an ausreichenden und geeigneten Fahrradstellplätzen, ganz zu schweigen der Sanierungsstau bei unseren Radwegen oder durchgehend attraktive Anbindungen zwischen den Ortsteilen. Wir Grünen versprechen uns durch das diskutierte und gerade beschlossene Radverkehrskonzept schnelle und zielführende Verbesserungen.

Möchten die Stadt Warendorf ihren Bürger*innen Alternativen zum Auto bieten, reicht es aber nicht nur die Fahrradinfrastruktur zu verbessern, sondern es muss auch beim innerörtlichen öffentlichen Personennahverkehr angesetzt werden. Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement unserer Bürgerbusvereine hervorheben, ohne deren Einsatz die Defizite noch deutlicher wären. Hier gilt, dass das Angebot die Nachfrage regelt. Ein ÖPNV-Angebot muss zu verlässlich, günstig und lebensnah sein. Dazu zählt auch, dass endlich alle Bushaltestellen im Stadtgebiet barrierefrei werden.

Wir Grüne werden uns weiter für gute und attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr einsetzen.

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